MeinerEiner

Es war 1970. Mit einem Plop und nach lautem Klatschen auch ein Schrei, nahm mein Dasein auf dieser Welt seinen Anfang.

Schon früh entdeckte ich die Liebe zu Farbe und Kreativität. Der Förderung in KinderGarten und Schule hab ich zu verdanken, daß ich am Thema dran blieb. Zu Zeiten des tiefsten Sozialismus im Land von Erich Honecker und Erich Mielke war Kunst staatlich gefördert. Sozialistische Motive welche die ArbeitsWelt, die StaatsFührung und die Werte des Systems glorifizieren waren gern gesehen. Hingegen freie künstlerische Gestaltung war in die Nischen der Existenz verbannt.

So durfte auch ich ein dickes weißes Huhn auf dem Fenster des HauptEingangs meiner Schule den Lehrern als FriedensTaube verkaufen. Ebenso die aufgequollene Wasserleiche welche fortan als Spender des SchulNamens riesig im EingangsBereich des Selben prangte. Meine kleinen weißen adipösen Tauben verteilt über alle Fenster des Gebäudes erlangten nach der Wende ihre Freiheit wieder, als die POS Erich Weinert abgerissen wurde.

Durch Lehrer/innen wie Barbara Matz Langensieben und Eberhard Dietzsch wurde meine Passion gefördert. Wobei mir immer wieder etwas die Richtung fehlte und es auch ein Stil bisher noch nicht zum Durchbruch schaffte.

Hier ist nun ein Querschnitt meiner Abbildungen zusehen. Vielfach nur als Darstellung des Gesehenen, seltener die Interpretation eines konkreten Themas. Die wenigen Themen geben letztlich immer die Gedanken der damaligen Lebensumstände wieder. Aber evtl. trotzdem für den Ein oder Anderen sehenswert oder eine Inspiration.

Bewusst nenne ich mich nur Maler oder Zeichner und nicht Künstler. Der Weg zu einer eigenen Aussage und den Anspruch mehr als nur Interpretationfreiraum zu schaffen ist noch weit.